TAN GO GO

IMG_9520

41ROLkscFdL


Gerald Preinfalk – soprano/alt saxophone & bass clarinet
Benjamin Schmid – violin
Klaus Paier – accordion
Per Mathisen – upright, fretless & electric bass

TAN go go – der Rückblick
Ein Hauch der Tangohistorie wird spürbar, aber ohne diese zu verherrlichen. Eine Fortführung davon ist bereits Piazzollas Tango Nuevo – dieser Tango erhebt nicht den Anspruch getanzt zu werden, bewegt aber trotzdem.

tan GO go – der Schritt zur modernen E-Musik
Das notierte Konzept mit modernen Spieltechniken wie Mikrotonalität, etc.
Gestus zeitgenössischer Klassik, der den Eingang auch in den Konzertsaal erahnen lässt.

tan go GO – der Schritt zum Jazz
Das Spontane, das Miteinander, die Interaktion, die Improvisation, das bewusste Aneinaderreiben. Ebenso kunstvoll, wie emotional. Attribute die „Jazz“ im herkömmlichen Sinn beschreiben würden.

TanGoGo – oder das, was vom Tango übrig blieb.


 

PRESSE:
(Die Süddeutsche)
Gerald Preinfalk Tan go go
Nach einigen Takten folgen dazu aus dem Akkordeon langgezogene Moll-Harmonien, dann steigt die Geige ein mit metallisch-spacigem Bogenstrich am Steg, mitunter von Kratzern unterbrochen, die wie Grillen klingen. Was die vier Musiker intonieren, hört sich aber nur im ersten Moment nach Tango Nuevo ± la Astor Piazzolla an.
Wir spielen das, was vom Tango übrig bleibt, erklärt der Wiener Saxofonist Gerald Preinfalk das Projekt, das er und seine drei Bandkollegen gerade als CD veröffentlicht haben, und mit dem sie derzeit in Europa auf Tournee sind.

Preinfalk, Gründer von Tango go, ist Jazzer, hat wie sein norwegischer Kollege, Bassist Per Mathisen, am Berklee-College in Boston studiert. Als der heute 32-Jährige vor zweieinhalb Jahren in seine Heimatstadt Wien zurückkehrte, traf er auf seinen Akkordeon spielenden Landsmann Klaus Paier, der ihm die Musik von Piazzolla nahe brachte.

Viel ist von Piazzolla in der Formation Tango go wirklich nicht übrig. Nicht einmal bei dem Violinisten Benjamin Schmid, der im Hauptberuf ein Klassikstar ist und den Tango irgendwo zwischen Bach und BeBop einordnet.

Auch für den Wiener Gerald Preinfalk geht es um Rest-Elemente des tango argentino, mit denen er sich ungeniert auf Neuland vorwagt. Verwendbar ist in erster Linie der Rhythmus, wegen der Energie, die darin steckt, so der Saxofonist, der für seine innovative Musik vor zwei Jahren mit dem Hans-Koller-Jazzpreis ausgezeichnet wurde.
Das Schwermütige im Tango interessiere ihn allerdings weniger, sagt er. Das nehme er raus, mit dem Rest nehme er Kurs zu neuen Ufern. Tango go beginnt mit Tango und geht weiter.

http://www.sueddeutsche.de/


IMG_9521